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Wilhelm DRACH, Karl KRIEBEL
zwischen gegenständlich und abstrakt


Eröffnung: Dienstag, 28.3.2017, 19.30 Uhr
Einführende Worte: Prof. Dr. Dieter Ronte 

Ausstellung: 29.3. bis 5.5.2017
 

Wilhelm Drach und Karl Kriebel sind Künstler, die unabhängig von Gegenständlichkeit oder Gegenstandslosigkeit ihre eigene Wirklichkeit erschaffen. Indem sie ihre Erfahrungen, Ideen, Sehnsüchte abwechselnd auf mehrere Leinwände oder anderen Malgründen gleichzeitig skizzieren. Im Arbeitsprozess eröffnen sich Möglichkeiten, die sich verselbständigen, neu formulieren. Aus vagen Visionen entstehen Bilder, die alles offen lassen. Für die Rezipienten ist nicht das Erkennen der Inspirationsquelle, der Ausgangssituation, von Bedeutung – vielmehr stimuliert gerade die Undecodierbarkeit. Die Bilder von Wilhelm Drach wie von Karl Kriebel behalten ihr Geheimnis für sich, und das macht sie so nachhaltig interessant.

Zwei Malerkollegen, zwei Freunde, Seelenverwandte, gehen mit dem gleichen Verständnis, mit nahezu übereinstimmenden Anspruch und mit gegenseitigem Reflektieren ans Werk. Die Ergebnisse sind, sieht man von den individuellen Handschriften einmal ab, völlig unterschiedlich, ja beinahe gegensätzlich. Wilhelm Drach definiert seine Expressionen durch Farbe und gestischem Duktus. Karl Kriebels Bilder faszinieren durch ihr Liniennetzwerk. Sie wirken konstruiert, beinahe streng wie undurchschaubare Glasarchitekturlabyrinthe. Farbe setzt er, wenn überhaupt, äußerst sparsam ein. Die Individualität setzt sich, trotz gravierender Gemeinsamkeiten in Haltung und Arbeitsweise, durch. Diese Gegensätzlichkeit, bei gleicher Ausgangslage, macht die Ausstellung so besonders reizvoll.


 

>Ausstellungstext mit Künstlerbiografien