English (United Kingdom)
 

Gunda Timmel-Reitter, Wilhelm Drach

ENDlich


Ausstellung:
5. 10. bis 30. 10. 2012

Wilhelm Drach zieht sich immer wieder vom Kunstmarkt zurück, um seine Empfindungen zu schärfen, um an sich ohne Druck zu feilen. Mit der neuen Serie "Köpfe" steigt er wieder einmal eindrucksvoll ins Geschehen ein. Es sind Hommagen an reale, ausgeprägte Charaktere, deren Eigenart Wilhelm Drach zu dekonstruktiven Abstraktionen inspirieren. Die Farbigkeit seines behutsam wie spontan expressiv gesetzten Duktus ist Ausdruck des Lebendigen, Pulsierenden, nicht auf den einen Moment Reduzierbaren. Wilhelm Drach ist ein Abenteurer an der Leinwand. Seine Portraits sind Entdeckungsreisen zu neuen, unerschlossenen Kontinenten. Wobei der Unterschied zu Christoph Columbus darin liegt, dass Wilhelm Drachs Expeditionen Neuland betreten, das er sich selbst erst erschafft.

Gunda Timmel-Reitters Faszination gilt dem untrennbar miteinander vernetzten Entstehen und Vergehen. Sie thematisiert, verarbeitet und visualisiert diese treibende Kraft der Evolution in ihrer Malerei, wie in ihren Objekten und Konzepten gleichermaßen intensiv nur mit völlig unterschiedlichen Ergebnissen. Mit ihren zivilisationskritischen Kommentaren steht sie staunend und amüsiert außerhalb des Geschehens. Dabei bedient sie sich neuester wissenschaftlicher Methoden genauso selbstverständlich wie traditioneller Techniken und Medien. Gunda Timmel-Reitter symbolisiert und abstrahiert. Ihre Objekte sind trotz elegant puristischer Ästhetik Mahnmale einer überbordenden Maßlosigkeit. In ihren Zeichnungen und Gemälden beschreibt sie Aufbruch und Niedergang wild, emotional, archaisch als ganzheitliche Einheit.

Video zur Ausstellung