English (United Kingdom)
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ORTsZEIT
Maria Maier
Fotografie und Malerei

17. 9. – 22.  10. 10

Der ZS art Kunstraum zeigt zwei Werkzyklen Maria Maiers: „Zeitraum New York“ und „Zeitraum Kuba“, die Vergänglichkeit und Dauerhaftigkeit gleichermaßen thematisieren.

Die 1954 geborene deutsche Künstlerin wählt mit New York und Kuba zwei Orte als Ausgangspunkte für ihre Arbeiten, die in ihrem politischen und gesellschaftlichen Umfeld unterschiedlicher nicht sein könnten. Umso deutlicher werden die verschiedenen Farben- und Formensprachen dieser Orte, die Maria Maier aufgreift und weiterführt. Dem Vergänglichen, Situativen, zufällig Erhaschten kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Maria Maier entschleunigt es hin bis zu einem Zustand außerhalb der Zeit. Das Zeitdokument so wird zu einem übergeordneten, allgemeingültigen Motiv. Maiers Fotos zeigen Vergänglichkeit und werden durch Übermalen unvergänglich gemacht. „Die geschickte Verschmelzung der fotografischen und der malerischen Ebene erlaubt es dem Betrachter, sich voll auf die philosophisch-ästhetische Ebene zu konzentrieren“, schrieb die Zeitschrift Photonews.

Hochhausstrukturen, bröckelige Fassaden, Schrott, bauliche Versatzstücke wie Kabel, Gitter oder Schalter – Maria Maier hält unbeachtete architektonische und urbane Details fotografisch fest und überführt sie mit den Mitteln der Malerei und der Collage in neue formale Zusammenhänge. Da wird die klare, potenziell unendlich fortsetzbare Gliederung eines Großstadtgebäudes zum dynamischen Formelement, der zufällige Riss in einer Plakatwand, der Fragmente kurzlebiger Werbebotschaften freilegt, zum Zeit-Verlauf. Fotografie, Malerei, Siebdruck und Collage sind dabei gleichwertige Bestandteile in den Arbeiten der Künstlerin, die sie gekonnt verbindet. Abstraktion und Figuration, Gefundenes und Erfundenes sind keine Gegensätze mehr, sondern lösen sich in einem perfekten Zusammenspiel auf.

Ort und Zeit finden auf inspirierende Weise zusammen und schaffen einen Raum außerhalb des realen Orts, der realen Zeit, ohne das Hier und Jetzt, seine Verankerung in der Gegenwart und unserer aktuellen Gesellschaft, außer Acht zu lassen. Maria Maiers Arbeiten forcieren so das ZS-art-Prinzip Connecting concepts in ästhetischer, medialer und sozialer Hinsicht und verknüpfen künstlerische Form mit konstruktiver Gesellschaftskritik.

Eröffnung: 16. 9. 2010, 19.30 Uhr

Begrüßung: Mag. Andrea Zehetbauer, Geschäftsführerin ZS art
Einleitende Worte: Mag. Ines Gebetsroither, Kunsthistorikerin ZS art
Die Künstlerin ist anwesend.

ORTsZEIT im ZS art KunstRaum, Westbahnstr. 27–29, 1070 Wien:
Mo – Mi, Fr 11 – 19 Uhr, Do 11 – 21 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung

Vienna Gallery Weekend

Fr, 17.9., 19–21 Uhr: Happy Hour mit New-York- und Kuba-Cocktails
Sa, 18.9., 14 Uhr: Talk mit der Künstlerin Maria Maier
So, 19.9., 15 Uhr: Führung durch die Ausstellung

Die Künstlerin Maria Maier ist am Freitag und am Samstag anwesend.

Öffnungszeiten während des Gallery Weekend:

Fr, 17.9.: 10–21 Uhr
Sa, 18.9.: 10–19 Uhr
So, 19.9.: 10–19 Uhr

Pressetext.pdf
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Werkfotos
zur honorarfreien Verwendung:

Maria Maier: aus der Serie ZEITRAUM NY – architectural dialog, 2002, Fotografie und Malerei auf Holz, je 20 x 15 x 3 cm
Maria Maier: aus der Serie E-Mission, 1999, Fotografie und Röntgenaufnahme collagiert auf Karton, 80 x 60 cm
Maria Maier: aus der Serie ZR Kuba – Giving color, 2007, Fotografie übermalt mit Eitempera, 50 x 70 cm

Alle: Courtesy ZS art KunstRaum, Wien