Irene Wölfl
Aus Empathie für Weggeworfenes, Vergangenes gestaltet Irene Wölfl zeitlos Neues für Heute und Morgen
Die Motivation, aus bereits verwendeten Materialen, aus Fundstücken, ein neues Produkt zu schaffen, ist im offensichtlich angeborenen Müllvermeidungsinstinkt der Künstlerin zu suchen. Für Irene Wölfl war es seit jeher spannend, ausgediente, scheinbar wertlose Abfallprodukte als Rohmaterial zu nützen, alten ausrangierten Dingen neue Formen und Funktionen zu geben. Neben der Faszination aus Altem Neues zu kreieren, birgt die Liebe zu Recyclingmaterialien und -produkten eine unverblümte Gesellschaftskritik:Irene Wölfl will in der selbstverständlich gewordenen Wegwerf-Gesellschaft der westlichen Welt aufzeigen, dass viele alltägliche Dinge mehr als nur „ein“ Leben haben können.
Irene Wölfl begegnet diesen „Schätzen“ mit feierlichem Respekt. Bewahren diese doch, wenn vielleicht bloß in Bruchstücken, durchwegs bewegende Schicksale, erzählen von Dramen, Romanzen, Träumen und Sehnsüchten. In der Werkserie „Poesie der kleinen Dinge“ gestaltet rene Wölfl diese Kleinode zu neuen, geheimnisvollen Geschichten. Und es sind immer nur winzige Ausschnitte, Kostproben vergangener Lebensepisoden, die sie auf liebevoll diskrete Weise anspricht, aber nie preisgibt. Gleichsam als Anregung für eigene Erzählungen im Kopf.
Ihre Serie „Poems“ stellt die textliche Konzeption in Form gezielt überarbeiteter Romanseiten stärker in den Mittelpunkt, während bei den Serien „Landscape“, „Addition“, „Snippets“ oder "behind" der Fokus auf Material, Haptik und formaler Komposition liegt.












