Charaktere

 


Walter Angerer-Niketa
Franz Blaas
Wilhelm Drach
Judith P. Fischer
Ingeborg G. Pluhar
Roland Goeschl
Andrea Pernegr
Robert Staudinger
Emil Toman
 

Laufzeit: 24.6. - 27.8.2026
Sommerpause: 27.7. - 9.8.2026

"Charaktere" zeigt keine Portraits im herkömmlichen Sinn, sondern Interpretationen von Individualität. 

Der Bildhauer Walter Angerer-Niketa skizziert seine Charaktermotive, indem er sie reduziert, abstrahiert und, auf ein Minimum verdichtet, dekonstruiert. Es sind Studien, ein Geflecht aus dynamischen Linien, die sich im Papierformat aufzulösen scheinen.
Werkübersicht Walter Angerer-Niketa


Franz Blaas symbolisiert mit wenigen Strichen Charaktere, ja Stimmungen. Die spontanen Kompositionen vermitteln einerseits eine puristische Ursprünglichkeit und andererseits das Flair einer feudalen Feierlichkeit.
Werkübersicht Franz Blaas


Die Arbeit von Wilhelm Drach ist ein meditativer Dialog mit der Leinwand, in dem er seine Visionen aus Farben, Flächen und markanten Pinsellinien zu Landschaften, Figuren oder Charaktere komponiert. Vom Realen ausgehend findet er seine, ihm eigene, expressive Abstraktion.
Werkübersicht Wilhelm Drach


Die Werke zu „Familienaufstellung“ von Judith P. Fischer sollen zur Reflexion über die eigene Herkunft, familiäre Beziehungen und Konflikte anregen. Familie ist schön, kann aber auch schwierig, aufregend und komplex sein.
Werkübersiciht Judith P. Fischer


Roland Goeschl ist mit einem einzigen Werk in dieser Ausstellung vertreten. Dieses Werk nannte er „Selbstportrait ohne Haut“ und ist ein Geflecht aus Elektrodrähten. Es gehört damit zu einer Periode, in der sich Roland Goeschl mit der umfassenden Vernetzung bzw. Transparenz der Welt beschäftigte. 
Werkübersicht Roland Goeschl


Das Werk von Ingeborg G. Pluhar überrascht mit facettenreichen Reflexionen einer Massenkultur. Inspirationsquellen für ihre Werkzyklen bilden immer das nahe Umfeld, wie etwa André Heller, ehemaliger Mann ihrer Schwester. Durch Zerschneiden und Neu Zusammensetzen hinterfragt sie den Zeitgeist und entwickelt eine unverwechselbare, von feministischen Fragestellungen geprägte Bildsprache der 1970er-Jahre.
Werkübersicht Ingeborg G. Pluhar


Die Charakterlandschaften von Andrea Pernegr ergeben sich aus dem Bedürfnis, ihre erdachten Personen ganzheitlich und zugleich metaphorisch niederschreiben zu wollen. Deshalb sind ihre Gesichtslandschaften Erzählungen von Menschen in ihrem Alltag, mit dem Andrea Pernegr sie lustvoll verschmilzt.
Werkübersicht Andrea Pernegr


Robert Staudinger ist Grenzgänger zwischen digitaler Fotografie und fotorealistischer Malerei. Seine Surfaces, Portraits von Models, sind penible Überarbeitungen gewaltiger Vergrößerungen, in denen er Zentimeter um Zentimeter, Pore um Pore, Haar um Haar bearbeitet, sodass Lippen wie Gebirge, Iriden wie Ozeane von den Großformaten strahlen.
Werkübersicht Robert Staudinger


In seinen Charakterbildern abstrahiert Emil Toman expressiv wild zunächst ihm nahesehende Personen.  In der Folge formuliert er mit wilden Pinselschwüngen fiktive Gesichtslandschaften, die immer mehr zu Schriftzeichen mutieren, um Markanzen noch einmal zu überhöhen. In einer späteren Serie reduziert er seine Charaktere auf logoartige Symbole.
Werkübersicht Emil Toman